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Überaktive Blase als Folge einer gutartigen Prostatavergrößerung

Bei Ludwig Pung (67 J.) stellten sich die Symptome der überaktiven Blase ganz allmählich ein.

"Ich war im Außendienst tätig und merkte irgendwann, dass ich vor jedem Termin die Toilette aufsuchen musste. Meine erste Frage beim Kunden war: "Könnte ich bitte kurz Ihre Toilette benutzen?" Das war sehr unangenehm. Ich habe versucht, tagsüber überhaupt nichts mehr zu trinken, aber der Harndrang ist trotzdem nicht viel geringer geworden. Außerdem hatte ich immer das Problem des Nachtröpfelns. Ich habe gehofft, dass das niemand merkt. Doch man wird sehr unsicher in Gesprächen und wenn man sich in Gesellschaft befindet. Ich konnte auch keine längeren Autofahrten mehr unternehmen: Wir mussten bei jeder zweiten Raststätte halten. Tagsüber musste ich bis zu 15 Mal zur Toilette und auch nachts mehrfach aufstehen.

Schließlich ging ich zu einer Urologin. Sie behandelte zunächst meine Prostata und dann bekam ich ein Antimuskarinikum. Jetzt kann ich morgens ganz normal Kaffee trinken, Wasser zu mir nehmen, auch zum Mittagessen etwas trinken und muss erst gegen 15 Uhr wieder zur Toilette!

Bereits nach neun Monaten haben wir die Therapie ausgesetzt und ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Ergebnis."

Herr Pung bekam zur Verminderung des Drucks auf die Prostata zunächst einen Alpha-1-Blocker, der jedoch die Symptome der überaktiven Blase nicht ausreichend verminderte. Ein anticholinerger Wirkstoff beruhigte schließlich die Blase.